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Klauenpflege: Integration und Organisation, Sicherheit für Tier und Mensch

Eine regelmäßige und qualifizierte Klauenpflege ist ein wichtiges Standbein der Tiergesundheit von Milchkühen. Dabei sollte routinemäßige Pflege vor der Behandlung der Klauenerkrankungen stehen. Regelmäßige fachgerechte Klauenpflege ist eine präventive Maßnahme und hilft Einschränkungen des Tierwohls durch zu spätes Handeln zu minimieren.

Klauenpflege im Sinne einer Prophylaxe rechnet sich ökonomisch – die Qualifikation der Pflegenden vorausgesetzt – immer. 

Bei der Klauenpflege muss die Sicherheit für Tier und Mensch gewährleistet sein. Ein geeigneter Klauenpflegestand, gut geplante Zuführungssysteme und fundierte Kenntnisse beim durchführenden Personals stellen dafür die Basis dar. Die Sicherheit beginnt schon mit der Auswahl des Klauenpflegestandes, denn bei falscher Ausstattung können Verletzungen, im Extremfall bis zum Totalverluste, entstehen. Ein rücksichtsvoller und umsichtiger Umgang mit dem Tier, gepaart mit einem zügigen Arbeiten im Stand, ist Grundvoraussetzung für eine Senkung des Verletzungsrisikos.

Die Arbeitsgruppe "Klauengesundheit" im Tierwohl-Kompetenzzentrum Rind hat zwei Leitfäden erarbeitet, in denen erläutert wird, wie die Klauenpflege in die betrieblichen Abläufe integriert werden kann und welche Aspekte in der Sicherheit für Tier und Mensch bei der Klauenpflege zu berücksichtigen sind.

zum Leitfaden "Organisation und Integration der Klauenpflege"

zum Leitfaden "Sicherheit für Tier und Mensch bei der Klauenpflege"

Umfrage: Praxiserfahrungen mit technischen Systemen zur Geburtsüberwachung bei Rindern

Die Technisierung von Prozessen im Milchviehstall ist in vielen Bereichen weit fortgeschritten. Technische Systeme bieten den Vorteil, dass die Arbeitskraft zeitlich flexibler eingesetzt werden kann. Ein Feld, bei dem technische Lösungen sowohl von Seiten des Tierschutzes als auch von Seiten der Arbeitswirtschaftlichkeit interessant sein können, ist die Überwachung von Geburten. Auch wenn einige der verfügbaren Systeme bereits relativ lange auf dem Markt erhältlich sind, fehlt es an einer systematischen Erhebung, wie weit die Systeme in der Praxis verbreitet sind und ob sie sich unter Praxisbedingungen bewährt haben.

Das Tierwohl-Kompetenzzentrum Rind im Netzwerk Fokus Tierwohl führt daher eine Umfrage durch, um Praktikererfahrungen mit diesen Systemen zu erheben.

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Grundsätze der Geburtshilfe beim Rind

Ziel jeder Geburtshilfe muss es sein, die Geburt für Kuh und Kalb möglichst schonend zu gestalten. Wie das gelingen kann erläutert Professor Axel Wehrend, Leiter der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere an der veterinärmedizinischen Fakultät der JLU Gießen, in einem Kurzinterview. 

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Hitzestress

Die Erwartungen eines weiteren Temperaturanstiegs in den kommenden Jahren zusammen mit voraussichtlich intensiveren und längeren Hitzeperioden machen den Umgang mit Hitzestress bei Milchkühen zu einem wichtigen Thema. Die Auswirkungen auf Leistung und Wohlbefinden sind sehr vielfältig. 

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Selektives Trockenstellen von Milchvieh

Die Beschränkung der Gabe von antibiotischen Trockenstellpräparaten (selektives Trockenstellen) auf infizierte Tiere setzt eine gleichzeitige Optimierung des gesamten Trockenstehermanagements (Gesundheitsüberwachung, Hygiene, Haltung, Fütterung) voraus. Es erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Eutergesundheit in seinen zahlreichen Facetten.

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Gesundheitszuchtwerte in der Holsteinzucht

Bis 1996 wurden Holsteinkühe in Deutschland ausschließlich auf Milchleistung gezüchtet. Durch diese milchbetonte Genetik, gutes Betriebs- und Fütterungsmanagement sowie aufgrund zunehmender wissenschaftlicher Erkenntnisse stieg die Milchleistung in Deutschland in den letzten Jahren auf ein beachtliches Niveau. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt hingegen nach wie vor in einem unbefriedigenden Bereich. Dies war Ursache dafür, die Zucht in der Milchviehhaltung stärker auf eine Verbesserung der Tiergesundheit und anderer sekundärer Merkmale auszurichten.

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