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Netzwerk Fokus Tierwohl: Praxiswissen für eine tierwohlgerechte und nachhaltige Nutztierhaltung

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet. Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung zukunftsfähig zu machen.

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Aktuelles aus dem Netzwerk

Stressfreies Treiben von Rindern

„Mach langsam – wir haben keine Zeit!“. Mit diesem zunächst widersprüchlich scheinenden Statement begrüßt Ronald Rongen, „Cowmunicator“ (Low Stress Stockmanship Europe), die Zuhörer auf seiner Reise durch Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Insgesamt wurden im Rahmen des Netzwerk Fokus Tierwohl fünf Seminare zum stressfreien Treiben von Rindern durchgeführt. 

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Bäume zur Auslaufgestaltung bei Legehennen

Bei einer Exkursion vom Projekt „Netzwerk Fokus Tierwohl“ drehte sich im Oktober alles um das Thema Auslaufgestaltung bei Legehennen. Hierbei gewährte der Betrieb Engling aus Geeste (Emsland) Einblicke in seine Biolegehennenhaltung. Der Betrieb nutzt Pappelbäume zur Ausgestaltung des Auslaufs.

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Podcast zur verlängerten Zwischenkalbezeit

Eine Zwischenkalbezeit von 400 Tagen gilt seit jeher als ein Richtwert für ein gutes Fruchtbarkeitsmanagement in der Milchviehhaltung. Immer mehr Betriebe stellen das mittlerweile aber in Frage und verlängern die Zwischenkalbezeit deutlich, teilweise auf 500 Tage oder mehr. Als Gründe werden die positiven Auswirkungen auf Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung angeführt.

Was aber bedeutet eine Verlängerung der Zwischenkalbezeit genau? Wie lässt sie sich in der Praxis umsetzen? Welche Herausforderungen bringt die Verlängerung mit sich und wie zukunftsträchtig ist dieser Ansatz?

Susanne Gäckler von der DLG und Dr. Christian Lambertz vom FiBL sprachen dazu mit Dr. Anke Römer von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und Konstanze Rohwer als Betriebsleiterin im Netzwerk Impulsbetriebe Rind.

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Rind - Austausch der Impulsbetriebe Rind mit der Stabsstelle Nutztierstrategie zur Tierwohlkennzeichnung

Die Impulsbetriebe Rind im Netzwerk Fokus Tierwohl haben stets großes Interesse an aktuellen Themen. Der Planungsstand bei der staatlichen Tierwohlkennzeichnung für die Milch waren daher Gegenstand des Austausches mit Frau Dr. Kemmerling als Vertreterin des BMEL.

Eine Tierwohlkennzeichnung von staatlicher Seite wird seit mehreren Jahren angestrebt -  nicht nur für Deutschland, sondern auch auf EU-Ebene. Nach den Schweinen rückte in der Bundesrepublik nun auch das Milchvieh in den Fokus. Derzeit gibt es einen Vorschlag für einen Entwurf für ein dreistufiges Tierwohlkennzeichen, wobei für einige Punkte teilweise auch nur ein Diskussionsstand vorliegt, da noch kein Konsens gefunden werden konnte. Praktiker und Wissenschaftler, Berater und Verbände waren an der Entwicklung des Konzeptes beteiligt.

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Auf die Klauengesundheit kommt es an!

Online Seminare der LWK Niedersachsen informieren über Einflussmöglichkeiten auf die Klauengesundheit

Die Klauengesundheit spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden und die Leistung unserer Rinder. Nach wie vor sind Klauenkrankheiten der dritthäufigste Abgangsgrund von Milchkühen. Zudem ist jeder Lahmheitsfall durch eine reduzierte Milchleistung, erhöhte Remontierungsraten, Mehrarbeit durch Behandlungsaufwand und Tierarztkosten bis hin zu verlängerten Zwischenkalbezeiten auch ein nicht zu unterschätzendes finanzielles Problem. Über die Fütterung, die Klauenpflege und eine tiergerechte Haltung hat der Halter vielfältige Einflussmöglichkeiten auf die Klauengesundheit seiner Herde.

Um Milchviehhalter in Hinblick auf diese Thematik fit zu machen, fand im Rahmen des Netzwerks Fokus Tierwohl ein Online-Seminar an der LWK Niedersachsen statt. Als Referenten waren Dr. Jörg Willig, Rindergesundheitsdienst der LWK Niedersachsen, und Klaus Hermann Haß, selbstständiger Klauenpfleger, geladen. In einem zweiten Onlien Seminar referierte Prof. Dr. Barbara Benz von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen zu den Synergieeffekten zwischen Emissionsminderungsmaßnahmen im Kuhstall und der Klauengesundheit.

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Rind - Austausch der Impulsbetriebe Rind mit der Stabsstelle Nutztierstrategie zur Tierschutztransportverordnung

Die Impulsbetriebe Rind im Netzwerk Fokus Tierwohl haben stets großes Interesse an aktuellen Themen. Die gesetzlichen Änderungen der Tierschutztransportverordnung, die im Juni 2021 angekündigt wurden, waren daher u.a. Gegenstand des Austausches mit Frau Dr. Kemmerling als Vertreterin des BMEL.

Die in der Tierschutztransportverordnung  bestehende 14-Tage-Regelung für das Transportverbot von Kälber wurde auf den 28. Lebenstag erhöht. Ein Eingabe aus Niedersachsen hat den Ball wohl ins Rollen gebracht und die Anhebung der Altersgrenze in die Vorlage schreiben lassen.

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Darmmikrobiom - Wie Mikroorganismen Tierwohl und Leistung verbessern

Das Thema Darmgesundheit und Darmstabilität hat in der Geflügelhaltung in den letzten Jahrzenten, spätestens seit dem Verbot der Gabe von antibiotischen Wachstumsförderern im Jahr 2006, immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ein gesunder Darm trägt entscheidend zum Wohlbefinden eines Tieres bei und wirkt sich positiv auf dessen Gesamtgesundheit aus. Zudem spielt das Thema Darmgesundheit auch in Hinblick auf die Herdenproduktivität und Lebensmittelsicherheit eine wichtige Rolle. Wer sich mit dem Thema Darmgesundheit genauer beschäftigt, wird schon bald auf die Begriffe Darmmikrobiom und Dysbiose stoßen. Doch was ist eigentlich das Darmmikrobiom? Was ist seine Funktion? Und wann spricht man von einer Dysbiose?

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Beschäftigungsmöglichkeiten und Raumstrukturierung in der Putenhaltung

Reduzierung von Federpicken und Kannibalismus in der Putenhaltung

Federpicken und Kannibalismus sind nicht nur in der Haltung von Legehennen, sondern auch in der Putenhaltung ein zentrales Thema. Langjährige Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Verhaltensstörungen multifaktoriell ausgelöst werden und optimal eingesetztes Beschäftigungsmaterial und eine gute Stallstrukturierung zur Gegensteuerung einen möglichen Ansatz bieten. 

Da Federpicken und Kannibalismus auch weiterhin eine Herausforderung für die Putenhaltung darstellen, stehen Beschäftigungsmöglichkeiten und Raumstrukturierung im Fokus aktueller Forschungsprojekte. Im Rahmen des Netzwerk Fokus Tierwohl wurde von den ostdeutschen Bundesländern ein Online-Seminar zum Thema Beschäftigungsmöglichkeiten und Raumstrukturierung in der Putenhaltung angeboten und über den aktuellen Stand zu diesem Thema aus der Sicht der Wissenschaft und Praxis informiert.  

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EiKoTiGer – Erhebung von Tierschutzindikatoren leicht gemacht?

Interview mit Dr. Daniel Gieseke vom Fachbereich Nutztierethologie und Tierhaltung, Universität Kassel

Nach Tierschutzgesetz § 11 (8) sind Geflügelhalter*innen angehalten, regelmäßig tierbezogene Merkmale in ihren Herden zu erheben und auszuwerten. Doch welche Indikatoren geben im Stall Auskunft über Tiergesundheit und Verhalten?

Als Hilfestellung veröffentlichte das KTBL 2016 einen Leitfaden zur Indikatorerhebung für Halter*innen von Jung- und Legehennen, Masthühnern und Mastputen. Fragen wie „Ist das System in der Praxis anwendbar?“ und „Wann sind Ergebnisse als gut oder schlecht einzuordnen?“ blieben jedoch zunächst offen.

Diesen Fragestellungen widmete sich nun das Projekt EikoTiGer (Eigenkontrolle Tiergerechtheit). Im Interview gibt Dr. Daniel Gieseke (Fachbereich Nutztierethologie und Tierhaltung, Universität Kassel) Auskunft über seine Arbeit im Projekt. Dabei berichtet er über Praxistauglichkeit, Auswertungsverfahren so wie Vor- und Nachteile des Systems und gewährt Einblicke in seine Zusammenarbeit mit Geflügelhaltern und -halterinnen.   

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Weitere Förderprojekte zum Bereich Tierwohl

Über das Netzwerk Fokus Tierwohl

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet. Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland zukunftsfähig zu machen hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung.

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