Uniformität/Gewichtsentwicklung
Empfehlenswert ist eine im Stall verbaute Aufsprungwaage. Die Waage sollte regelmäßig kalibriert werden, in der richtigen Höhe hängen und nur leicht pendeln, damit die Tiere selbstständig darauf springen können. Betriebe ohne Aufsprungwaage sollten das altersgerechte Wachstum und die Entwicklung der Herde regelmäßig manuell überprüfen. Dazu sollte eine repräsentative Stichprobe der Herde (wenn möglich 20 Tiere, oder auf jeden Fall immer die gleiche Anzahl nach wiederholt gleicher Vorgehensweise) regelmäßig gewogen werden, um den Überblick über die Gewichtsentwicklung bzw. das Wachstum, das Erreichen des Schlachtgewichts und Reaktionen auf beispielsweise Futterwechsel im Fokus zu behalten. Aufgrund jahreszeitlich bedingter Temperaturschwankungen können variierende Gewichte aufgrund eines veränderten Futterverbrauchs auftreten2. Um ein Auseinanderwachsen der Herde zu vermeiden und damit das Risiko der Fehlversorgung für schwache Tiere zu vermindern, ist es wichtig, dass eine Herde möglichst uniform an Gewicht zunimmt.
Die Tiere entwickeln sich entsprechend des Erwartungskorridors. Angaben zum Erwartungskorridor, entsprechend dem Alter der Tiere, werden in der Regel von den Zuchtunternehmen zur Verfügung gestellt.
Abweichender Zustand
Die Gewichtsentwicklung und/oder Uniformität der Herde entspricht nicht den Vorgaben des Zuchtunternehmens, bzw. innerbetrieblichen Vergleichen.
Maßnahmen
Hitzestress: Kontrolle der Temperatur- und Lüftungseinstellungen des Stalls unter Einbezug der Außentemperatur (aktuell und die letzten Tage)
Einstreu: Kontrolle der Einstreumenge und Qualität (siehe Punkt Einstreu)
Technik: sind alle technischen Anlagen funktionstüchtig und laufen mit den korrekten Einstellungen
Futter- und Wasserqualität begutachten: siehe Punkte Wasser und Futter
Infektionsgeschehen (unterschwellig)
Zu geringe Gewichte spiegeln den Verlauf der Mast wider, daher sollte die Stallkarte, bzw. die Zwischenauswertungen, auf mögliche Ursachen im Verlauf der Mast überprüft werden. Rücksprachen mit dem Bestandsberater / der Bestandsberaterin und bei Hinweisen auf ein Infektionsgeschehen dem Tierarzt / der Tierärztin, sind empfehlenswert.