Wenn Mutterkühe im Sommer auf der Weide gehalten werden, sind sie auch höheren Temperaturen ausgesetzt. Mit einem Weideschild können Tierhalter:innen die Öffentlichkeit darüber informieren, wie diese tiergerechte Form der Haltung gestaltet wird und wie die Tiere mit der Sommerhitze umgehen.
Welche Ansprüche hat die Mutterkuh an ihre Umwelt und inwieweit kann sie sich an diese anpassen? Um die Anpassungsfähigkeit der Tiere nicht zu überfordern, müssen bestimmte Ansprüche an die Haltung erfüllt werden. Den Rinderhaltenden kommt hier eine hohe Verantwortung zu, den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden. Tierhalterinnen und Tierhalter sind laut Gesetz dazu verpflichtet, kontinuierlich und systematisch die Tiere und deren Haltungsumwelt zu beobachten und zu überprüfen. Dies ist als Ergänzung zu den täglich notwendigen Routine-Kontrollen zu sehen. Um das Tierwohl der eigenen Herde/n einzuschätzen und falls notwendig auch verbessern zu können, bedarf es objektiver Prüfgrößen.
Anhand relevanter Indikatoren kann das Tierwohl für die eigenen Tiere erfasst und beurteilt werden. Hierzu hat die AG Weidehaltung in der Mutterkuhhaltung Beurteilungsmöglichkeiten in Form von Checklisten erarbeitet.
Endo- und Ektoparasiten spielen bei der Weidehaltung von Rindern eine große Rolle und können vor allem bei Jungtieren, aber auch bei älteren Tieren zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, die mit wirtschaftlichen Schäden einhergehen können. Eine Rinderhaltung mit Weidegang oder ganzjähriger Haltung im Freien geht jedoch immer mit Parasiten einher. Dem Thema Parasitenmanagement kommt somit eine große Bedeutung zu.
Wenn Rinder ganzjährig draußen gehalten werden sind sie auch winterlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Über das Weideschild „Mutterkühe im Winter draußen halten!?“ können Tierhaltende interessierten Verbrauchern Informationen zu dieser tiergerechten Form der Haltung zur Verfügung stellen.
Mutterkühe werden teilweise ganzjährig im Freien gehalten. Dabei sind sie verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Durch die normalen Abläufe der Verdauung eines Rindes und z. B. durch die Milchbildung wird ausreichend Wärme produziert, was einer Unterkühlung entgegenwirkt. Der Verlust an Wärme über die Körperoberfläche ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die tierbezogen und Umwelt bezogen sein können. Der Leitfaden "Umgang mit Kältestress bei Mutterkühen" behandelt die tierschutzrelevante Thematik von Kältestress auf der Weide.
Witterungsschutz gegen Hitze wird auch für Mutterkühe häufig empfohlen - die Praxis sieht oftmals anders aus. Dieses Dokument soll für die Thematik von Hitzestress auf der Weide sensibilisieren und Informationen an die Hand geben, um die Wärmebelastung direkt am Tier einschätzen zu können. Nur wer Hitzestress sicher beurteilen kann, ist in der Lage einzuschätzen, ob ein (vorhandener) Witterungsschutz ausreichend für die Tiere ist oder ob Handlungsbedarf besteht.