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Kotkonsistenz

Die Kotbeschaffenheit ist eng verknüpft mit der Tiergesundheit und wird durch viele Faktoren beeinflusst. Weiterführende Informationen finden sich in der Broschüre Darmgesundheit15 des Netzwerk Fokus Tierwohl. Bereits während der Aufzucht wird der Grundstein für eine stabile Darmgesundheit gelegt, die für die spätere Nährstoffaufnahme und damit das Wachstum der Tiere entscheidend ist. Es gibt bei Geflügel zwei Arten von Kot: Blinddarm- und Dickdarmkot. 

Soll-Zustand

  • Dickdarmkot ist dickflüssiger als Blinddarmkot. Er hat eine feste Struktur und weist nur wenig unverdaute Bestandteile auf. Die ausgeschiedene Harnsäure stellt sich abgegrenzt weiß dar. 

  • Blinddarmkot hingegen hat physiologischerweise eine weich-cremige Konsistenz und ist braun gefärbt. Bei Hühnern ist bekannt, dass die Abgabe von Blinddarmkot nur einmal auf 7-11 reguläre Kotausscheidungen erfolgt. Es ist davon auszugehen, dass die Ausscheidungshäufigkeit bei Puten vergleichbar ist. Der Blinddarmkot wird zumeist kurz nach dem Einschalten des Lichtes am Morgen sowie am späten Nachmittag abgesetzt.

Abweichender Zustand

  • Eine vermehrte Harnsäureproduktion (Polyurie) wird durch eine wässrige weiße Kappe auf dem Kot sichtbar. Bei Hitzestress kann es vermehrt zu dünnflüssigem Kot durch erhöhte Wasseraufnahme kommen, wodurch die Einstreu feucht wird. Das Verhältnis von Dickdarm- zu Blinddarmkot gibt erste Hinweise auf eine Schwachstelle. Voluminöser und dünnflüssiger oder schaumiger Blinddarmkot weist ebenfalls auf eine Dysbiose bzw. beeinträchtigte Darmgesundheit hin. 

  • Anzeichen für veränderten Dickdarmkot: Kothaufen größer oder voluminöser, Verlust der Festigkeit bzw. Konsistenz, ölig und unförmig, Farbabweichungen, wässrig, unverdaute Futterbestandteile, Gestank

  • Anzeichen für veränderten Blinddarmkot: vereinzelte Gasbläschen, schaumige Konsistenz, voluminös und flatschig, nasse Stellen um Tröge, schwarze teerartige Ausscheidungen, Beimengungen von lachsfarbener Darmschleimhaut oder Kot ist schwefelfarbig

Maßnahmen

  • Bei allen Veränderungen der Kotbeschaffenheit, muss der bestandsbetreuende Tierarzt / die Tierärztin hinzugezogen werden. Informationen zum Aussehen des Kots und Umgebungsparametern/Bestandsdaten sollten für die Bewertung vorgehalten werden.