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Bestandsaufnahme

Voraussetzungen schaffen

Nehmen Sie immer einen Markierstift oder -spray mit, wenn Sie in den Stall gehen! So sind Sie stets einsatzbereit um beißende Schweine zu kennzeichnen! Mit dem Spray hat man eine größere Reichweite und erreicht in der Bucht z.T. noch flüchtende Tiere. Um vom Mittelgang aus zu kennzeichnen hilft eine Verlängerung für den Markierstift (Eigenbau).

  • Beobachten Sie die Tiere möglichst erst unbemerkt (z.B. vom Gang aus), um die Schweine nicht abzulenken und gehen Sie erst anschließend in das Abteil bzw. die Buchten.
  • Berücksichtigen Sie bei der Tierbeobachtung sowohl die Ruhephasen (um das Liegeverhalten der Schweine zu beurteilen) als auch die Aktivitätsphasen (z.B. während der Fütterung). 
  • Aufgrund der größeren Aktivität der Schweine in den Nachmittags- und frühen Abendstunden, sind hier häufiger Beißvorfälle zu beobachten.
  • Planen Sie genügend Zeit für die Tierbeobachtung ein und führen Sie diese losgelöst von anderen Tätigkeiten durch.

Insbesondere in Großgruppen muss die Tierbeobachtung mit einem Gang durch die Bucht kombiniert werden. Hilfreich ist es hierfür Beschäftigungsfutter mit zu nehmen, um die Tiere anzulocken.

Informationssystem etablieren

Ein gut organisiertes Informationssystem ist essenziell, besonders wenn mehrere Mitarbeiter im Stall tätig sind. Eine Buchtenkarte kann helfen, die Übersicht zu behalten. Diese sollte alle relevanten Informationen zu jedem Tier enthalten, wie Gesundheitszustand, Verhaltensauffälligkeiten und durchgeführte Maßnahmen. Dies erleichtert die tägliche Arbeit und sorgt für eine bessere Übersicht und Kontrolle. So wird die Kommunikation bei mehreren Tierbetreuern vereinfacht und eine schnelle Reaktion bei Auffälligkeiten ermöglicht.

Zusätzlich zu den Buchtenkarten bietet sich auch ein Ampelsystem an, mit grünen, gelben und roten einlaminierten Karten. Damit wird bei mehreren Buchten sofort ersichtlich, wo eine genaue Beobachtung benötigt wird (gelb) und wo z.B. Behandlungen fortgeführt werden müssen (rot).

Download Vorlage Buchtenkarte

Erkennung von schwanzbeißenden Tieren

Beißende Schweine können durch verschiedene Anzeichen identifiziert werden:

  • Blut an der Rüsselscheibe ist häufig ein starkes Indiz für Beißaktivität.
  • Tiere, die mit dem Schwanzbeißen beginnen, haben häufig ein Entwicklungsdefizit (längeres Haarkleid), sind leichter als der Durchschnitt und überdurchschnittlich oft weiblich.

Den beißenden Schweinen fehlt meist etwas und/oder sie haben ein gesundheitliches Problem (Fieber). Eine einfache Ursache kann ein reduzierter Zugang zu Ressourcen (Futter, Wasser, Liegeplätze etc.) sein. Zuallererst auffällig ist ihr unruhiges Verhalten. Oft wedeln die Beißer selber mit dem Schwanz oder klemmen diesen ein. Häufig laufen diese Schweine suchend herum.

Wird das beißende Schwein nicht sofort gefunden, muss die Tierbeobachtung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Wichtig ist, ausreichend Zeit einzuplanen und gegebenenfalls zu anderen Tageszeiten als gewohnt die Tieraktivität zu überwachen.

Ist das beißende Schwein erkannt, muss es sofort separiert werden, um weitere Schäden zu vermeiden.