Rinder werden in ihrem Leben aus den unterschiedlichsten Gründen transportiert. Insbesondere durch die Spezialisierung in der Tierhaltung sind Tiertransporte fester Bestandteil der Landwirtschaft geworden. Rinder werden dabei beispielsweise vom Geburts-, zum Aufzucht- und Mastbetrieb und schlussendlich in den überwiegenden Fällen zum Schlachthof transportiert. Daneben werden Rinder auch zu Zuchtzwecken, z.B. zur Teilnahme an Zuchtschauen oder zum Austausch von Zuchttieren transportiert. Weitere Gründe sind der Handel auf Viehmärkten, die saisonale Verbringung im Rahmen der Weidetierhaltung, der Transport ins europäische Ausland sowie der Export in Drittstaaten.
Tiertransporte unterliegen gesetzlichen Vorgaben und Branchenstandards, die über die Jahre hinweg immer wieder angepasst wurden. Ziel dieser Anforderungen ist es, den Schutz der Tiere während des Transports zu gewährleisten und das Tierwohl zu verbessern.
Bei allen bedeutenden Erkrankungen junger Kälber (Durchfall, Lungenentzündung, Nabel- oder Gelenksentzündung) handelt es sich um klassische Faktorenerkrankungen. Das bedeutet, das neben oftmals in allen Rinderhaltungen vorkommenden Krankheitserregern immer auch Umwelt- oder Managementfaktoren am Ausbruch der Erkrankung beteiligt sind. Der wesentliche Grundsatz zur Aufzucht gesunder Kälber ist daher, die Abwehrkraft des Kalbes so hoch und gleichzeitig den Keimdruck so niedrig wie möglich zu halten.
Die Vermarktung von Nutzkälbern aus milchviehbetonten Rassen kann eine Herausforderung sein, da diese Rassen in erster Linie für ihre Milchproduktion und nicht für Ihre Fleischqualität bekannt sind. Trotzdem gibt es verschiedene Strategien, um Kälber fit für die Vermarktung zu machen.
Das Tierwohl-Kompetenzzentrum Rind des Netzwerks Fokus Tierwohl gibt eine Übersicht der wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Vermarktung.
Eine erfolgreiche Aufzucht von gesunden Kälbern bildet die Grundlage für eine nachhaltige Milchkuhhaltung. Dabei nimmt die Erstversorgung der neugeborenen Kälber einen besonderen Stellenwert ein. Die passive Immunisierung des Kalbes durch die Gabe von Kolostralmilch (Biestmilch) hat einen entscheidenden Einfluss auf den Gesundheitszustand der Kälber. Ein gutes Kolostrummanagement stellt einen der Hauptfaktoren für eine gute Gesundheit und eine niedrige Sterblichkeit der Kälber in ihren ersten Lebenswochen dar.
Nabelentzündungen bei Kälbern sind in vielen landwirtschaftlichen Betrieben ein Problem, das verschiedene Ursachen haben kann. Eine Möglichkeit, das Auftreten von Nabelentzündungen zu verringern, ist die Nabeldesinfektion.