Zucht auf Hornlosigkeit bei Rindern
Stand: Juni 2026
- Anke Rolfes, Bundesverband Rind und Schwein e.V.
- Dr. Carsten Scheper, Ökologische Tierzucht gGmbH
- Dr. Rebecca Simon, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
- Saskia Markmann, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
- Leonie Schnecker, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
Einleitung
Der zentrale und übergeordnete Aspekt in der Zucht auf Hornlosigkeit ist das Tierwohl. Für die Zukunftsperspektive der Nutztierhaltung gilt dabei insgesamt, dass Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammen gedacht werden müssen, damit hohe Anforderungen an das Tierwohl bspw. zur Vermeidung von vermeidbaren Eingriffen praktisch und nachhaltig umsetzbar sind. In modernen Haltungssystemen birgt die Haltung von horntragenden Rindern Risiken sowohl für den Menschen als auch für die Tiere selbst. Besonders problematisch sind dabei Herden mit gemischter Zusammensetzung aus horntragenden und nicht horntragenden Tieren. Des Weiteren spielen Arbeitssicherheit, Herdenmanagement sowie Kosten und Arbeitsaufwand in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Aus diesen Gründen entschieden sich viele Betriebe bereits seit vielen Jahren für eine Haltung von nicht horntragenden Tieren. Aus Sicht des Tierwohls ist jegliches Vermeiden von Eingriffen am Tier anzustreben, weshalb die Zucht auf Hornlosigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt und eine wichtige Alternative zu den bislang dominierenden Verfahren der Verödung der Hornanalgen darstellt.
Verfahren zum Veröden der Hornanalagen bei Kälbern stellen als Eingriff am Tier aktuell einen Ausnahmefall im Tierschutzgesetzt nach § 5 (3) Satz 2 (in Zusammenhang mit § 6 (1) Satz 3) dar. Die Forderungen nach einer Verschärfung der Auflagen des Verfahrens, wie sie sich beispielsweise in der gescheiterten Novelle des TierSchG vom Mai 2024 sowie in der Düsseldorfer Erklärung von 2012 widerspiegeln, verdeutlichen, dass ein generelles Verbot mittel- bis langfristig zunehmend wahrscheinlicher wird. In der Praxis deuten zusätzliche rechtliche Verschärfungen in einigen Bundesländern bereits einen weiteren Schritt in diese Richtung an (z.B. Runderlass des Landes Niedersachsen (Stand 2026), Vollzugshinweis/ Merkblätter Hessen, Leitfäden Bayern und Brandenburg).
Hinweis
In ökologisch wirtschaftenden Betrieben ist das Veröden der Hornanlagen seit dem 1. Januar 2009 bereits nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt. Seit 2022 wird das Verfahren durch die EU-Verordnung 2018/848 geregelt, in der der „begründete Ausnahmefall“ präziser definiert ist.
Der Demeter Verband geht darüber hinaus und untersagt sowohl die Enthornung als auch die gezielte Zucht auf Hornlosigkeit. Ausnahmen bestehen für einzelne, fixiert genetisch hornlose Rassen in Reinzucht (Angus und Galloway) sowie für weibliche genetisch hornlose Tiere, die sich bereits vor der Umstellung im Bestand befanden.
Rinder gehören zur Gattungsgruppe der Hornträger (Bovidae), die zur Familie der Wiederkäuer gehören. Hörner sind zum Kopf gehörende paarige Hautanhangsgebilde boviner Spezies, die in ihrer Form zwischen Arten und Rassen stark variieren (siehe Abbildung 1). Sie bestehen aus einem Knochenkern (Stirnbeinfortsatz), welcher von einer permanent wachsenden Schicht aus Keratin (Hornsubstanz) umgeben ist. Zwischen der Keratinschicht und dem knöchernen Kern befinden sich mehrere Gewebsschichten, die gut durchblutet und von Nerven durchzogen sind. Der Hornansatz bildet sich bereits während der frühen fetalen Entwicklung aus. Das Wachstum der Hornsubstanz beginnt bei Rindern etwa einen Monat nach der Geburt. Genetisch hornlose Individuen kommen aufgrund natürlich vorkommender Mutationen bei allen domestizierten Boviden vor.
Bei der Mehrzahl der in Deutschland gehaltenen Milch- und Zweinutzungsrindern erfolgt die Entfernung der Hornanlagen nach wie vor durch Veröden. Die Zucht genetisch hornloser Rinder bietet sowohl für konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Betriebe eine bestehende, tierwohlorientierte Alternative zur Verödung der Hornanlagen oder zum Halten horntragender Rinder.
Die Rinderzuchtverbände reagieren darauf seit circa 20 Jahren mit einer rasseübergreifenden Selektion genetisch hornloser Bullen bei wirtschaftlich bedeutenden Rassen. Der Anteil genetisch hornloser Rinder ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen (Abbildung 2 - 5). Im Geburtsjahrgang 2025 liegt der Anteil genetisch hornloser, genomisch untersuchter weiblicher Holsteins aus der Herdentypisierung (ca. 33 % der Rinder in Deutschland) inzwischen bei 24,3 % für Schwarzbunte Holsteins und sogar bei 56,4 % für Rotbunte Holsteins (Abbildung 2).
Hornlosigkeit beim Rind – Erbgang und Vererbung
Die Hornlosigkeit beim Rind wird genetisch im Wesentlichen durch einen Genort auf Chromosom 1, den sog. „POLLED“- oder „Hornlos“-Locus, bestimmt. An diesem Genort sind im Laufe der Evolution, beginnend bereits vor der Domestikation, mehrere strukturell unterschiedliche Hornlos-Allele durch Mutationen entstanden, man spricht von allelischer Heterogentiät. Die in den europäischen Rinderrassen am weitesten verbreiteten Allelvarianten sind die sog. „keltischen“ und „friesischen“ Allelvarianten. Die Hornlosigkeit ist eines der wenigen züchterisch positiv bewerteten qualitativen Merkmale das auf den ersten Blick einem Erbgang folgt, der den Mendelschen Regeln entspricht: Tiere mit mindestens einer Hornlos-Allelvariante (Pp, PP) sind phänotypisch hornlos, nur pp-Tiere tragen sicher Hörner (siehe Abbildung 6). Dementsprechend sind die Hornlos-Allelvarianten (Pc für die „keltische“ Variante und PF für die friesische Variante) dominant gegenüber der Horn-Allelvariante (p), welche rezessiv vererbt wird.
Neuere Forschungsergebnisse weisen aber darauf hin, dass die Ausbildung der Hörner bei Rindern als vollwertiges Organ, genetisch wesentlich komplexer gesteuert wird als ausschließlich durch einen einzigen Genort. Die in der Praxis auftretenden Wackelhörner (engl. als „scurs“ bezeichnet, Genotypkennzeichnung PS) sind typischerweise lose, nicht mit dem Schädel verwachsene Hornansätze, die aus genetischer Perspektive mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich bei genetisch hornlosen Tieren auftreten (Abbildung 7).
Eine genomweite Studie von Gehrke et al. an Holstein-Friesian-Tieren mit Hornlos-Abstammung zeigt, dass Auftreten und Ausprägung von Wackelhörnern von Alter, Geschlecht, Hornlos-Genotyp (PP vs. Pp) und mehreren weiteren Genorten auf verschiedenen Chromosomen abhängen. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass ein einfacher monogener Erbgang für die Hornbildung verworfen und ein oligogenes, quasi quantitatives Modell angenommen werden sollte. In diesem Modell hat der eingangs beschriebene Hornlos-Locus auf Chromosom 1 und die dort bestehenden Allelvarianten einen starken (gen)regulatorischen Effekt, der die Hornbildung und die daran beteiligten Gene signifikant beeinflusst.
Aufgrund des zugrundeliegenden Erbgangs nach Mendel können die Allelvarianten am Hornlos-Locus relativ einfach zielgerichtet züchterisch bearbeitet werden. Die Vererbung und die zu erwartenden Phänotypen sind in der Anpaarung mit klaren Wahrscheinlichkeiten berechenbar (siehe Abbildung 8). Insbesondere wenn die Genotypen (beide Allelvarianten eines Tieres am Hornlos-Locus bspw. Pp oder PP) beider Anpaarungspartner durch eine Genotypisierung bekannt sind, kann sehr systematisch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für ein phänotypisch hornlosen Kalb angepaart werden. Praktisch zu beachten ist aber, dass diese Wahrscheinlichkeiten streng genommen immer nur für jede einzelne Anpaarung greifen. In der Praxis wird bei heterozygot hornlosen Bullen gerne damit geworben, dass 50% ihrer Kälber hornlos sind. Bei einer geringen Zahl an Anpaarungen zeigt sich jedoch immer wieder eine für den Praktiker:in frustrierende Abweichung, die jedoch dem Zufall zuzuschreiben ist, wenn bspw. 3 von 4 Töchter eines heterozygoten Bullen horntragend sind. Dieser Umstand ist ein wichtiger Grund warum homozygot hornlose Bullen (PP) sehr stark nachgefragt werden, denn alle ihre Nachkommen sind, unabhängig vom Hornstatus der besamten oder angepaarten Kuh, sicher genetisch und phänotypisch hornlos.
Faktencheck
Auch wenn die Zucht auf Hornlosigkeit stark voranschreitet, ist sie aus genetischer Sicht kein „Weg ohne Wiederkehr“. Kreuzt man heterozygot hornlose Tiere (Pp) untereinander oder mit horntragenden Partnern (pp), entstehen mit den ausrechenbaren Mendel-Wahrscheinlichkeiten wieder horntragende Nachkommen (pp). So lange also Horn-Allele (p) im Genpool vorhanden sind, ist eine gezielte züchterische Rückzüchtung auf Hörner grundsätzlich jederzeit möglich.
Praxiswissen
Seit dem Aufkommen der Hornlosgenetik hat sich die genetische Qualität, gemessen an den Zuchtwerten, in den letzten Jahren verbessert. Das breite Portfolio und das Vertrauen in die Hornlosgenetik führen zu einem deutlichen Anstieg der Zahl hornloser Tiere in Deutschland bei vielen Rassen.
Durch intensive Zuchtarbeit hat sich nicht nur die genetische Qualität hornloser Vererber immens verbessert. Auch das Portfolio und die Pedigrees hinter hornlosen Bullen haben sich ausgeweitet, sodass heute eine Vielzahl reinerbig hornloser Bullen für den Besamungseinsatz zur Verfügung stehen.
Der reinerbig hornlose Red Holsteinvererber KEANE PP war im vergangenen Jahr (2024) der meisteingesetzte Red Holsteinbulle in Deutschland. Auch beim Fleckvieh und Brown Swiss fanden sich auf Platz 1 der meisteingesetzten Bullen 2024 mit Woozle PP* (FV) und Boxer Pp* (BS) zwei Hornlosvererber.
Fast die Hälfte der „Top 10-Topseller“ Besamungsbullen der Rasse Holstein in Deutschland sind reinerbig hornlos, was die wachsende Bedeutung der hornlosen Genetik unterstreicht. Dies ist auch bei den Rassen Red Holstein, Fleckvieh und Brown Swiss ähnlich.
Wo finde ich Bullen, die Hornlosigkeit vererben?
BaZI Rind - Die Bullendatenbank für Doppelnutzungsrassen
Die Hornlosbullen für die Doppelnutzungsrassen Fleckvieh, Brown Swiss und Gelbvieh sind auf der Webseite des LKV Bayern zu finden.
Zunächst muss bei der Rasseauswahl die gewünschte Rasse und ggf. die Produktionsrichtung angegeben werden. Die Eingrenzung auf „Bullen in Ausgabe“ reduziert die Auswahl auf die zur Besamung vermeintlich verfügbaren Bullen.
Schon direkt nach der Rasseauswahl lässt sich eine Einschränkung auf „nur genetisch hornlose Bullen“ vornehmen. Eine Verfeinerung der Suchkriterien zum Hornstatus ist zudem unter dem Punkt „Genetische Besonderheiten und Erbfehler“ möglich. Dort lassen sich Selektionskriterien zum Hornstatus (PP, PP* und/oder Pp, Pp*, PS, P*S und/oder P) und weiteren genetischen Merkmalen eingrenzen (* - Basierend auf einem Gentestergebnis).
Daneben können weitere Mindestkriterien in den Zuchtwerten und Exterieurmerkmalen ausgewählt werden. Je stärker jedoch eine Eingrenzung vorgenommen wird, desto weniger passende Bullen werden angezeigt. Wenn alle gewünschten Kriterien gesetzt wurden, wird eine Bullenliste absteigend nach dem Gesamtzuchtwert (GZW) ausgegeben. Diese kann durch einen Klick auf eine Spaltenüberschrift/ein Merkmal eine neue Sortierung erhalten. Ein erneuter Klick auf den gleichen Spaltennamen ändert die Sortierung von aufsteigend zu absteigend und umgekehrt.
Um herauszufinden, bei welcher Station ein Bulle verfügbar ist, kann nach Klick auf einen Bullen im Reiter “Stamminfo” oder “Gesamtansicht” die Station und Verfügbarkeit eingesehen werden. Unter den anderen Reitern werden die Zuchtwerte, Stammbaum und weitere Informationen bereitgestellt.
Bulli- und Interbull-Datenbank - Die Bullendatenbanken der Milchviehrassen
Die Hornlosbullen für die Milchviehrassen Holstein-Sbt., Holstein-Rbt, Rotbunt-DN, Angler, Jersey und Dt. Sbt. Niederungsrind sind auf der Webseite vom vit zu finden.
zur Liste Internationale Bullen inkl. deutscher Bullen
Beide Datenbanken sind in der Suchmaske identisch aufgebaut. Um die Suche auf Bullen mit einem bestimmten Hornstatus einzugrenzen, muss unter dem Button “weiteren Filter hinzufügen” der “Hornstatus” ausgewählt werden. Anschließend erscheint ein neues Feld, in dem Kriterien für den Hornstatus gesetzt werden können.
Vergleichbar mit BaZI Rind können hierbeliebig viele weitere Filter gesetzt werden und z.B. beim Schätzverfahren ausgewählt werden, ob nur genomische, töchtergeprüfte oder alle Bullen angezeigt werden sollen. Wenn alle gewünschten Kriterien gesetzt wurden und die Suche gestartet wurde, gibt die Datenbank alle zutreffenden Bullen absteigend nach Gesamtzuchtwert (RZG) aus. Ein Filter auf aktive Bullen kann hier zwar nicht gesetzt werden, einen Überblick über die besten aktiven Bullen geben aber die Toplisten auf der Seite www.vit.de/vit-fuers-tier/zuchtwertschaetzung/zws-milchrinder aus.
Stimmen aus der Praxis
Guido Simon ist Biolandwirt im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen und bewirtschaftet einen Betrieb mit rund 70 Milchkühen. Seit 1998 hat er sich auf die Zucht hornloser Kühe spezialisiert.
Betrieb Nieghorn ist ein Familienbetrieb in Langenbach im Vogtland, im Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern. Auf dem Betrieb werden rund 135 Kühe mit zwei Melkrobotern gemolken und etwa 300 Hektar bewirtschaftet. Seit zehn Jahren wird dort aktiv Hornloszucht betrieben.
Die Interviews geben persönliche Erfahrungsberichte aus der landwirtschaftlichen Praxis wieder. Die geschilderten Einschätzungen und Vorgehensweisen basieren auf individuellen betrieblichen Entscheidungen und stellen keine allgemeingültige Empfehlung dar. Die im Interview genannten Zuchtorganisationen dienen der Veranschaulichung konkreter Praxisbespiele. Es bestehen Angebote bei weiteren Zuchtorganisationen. Eine vollständige Übersicht ist damit nicht verbunden.
Blick in die Zukunft
Die Zucht auf Hornlosigkeit wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz neuer Techniken in der Tierzucht. Moderne genomische Verfahren und präzisere Zuchtwertschätzungen durch zum Beispiel die Herdentypisierung, ermöglichen eine immer gezieltere Auswahl von Bullen unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Leistungs- und Gesundheitsmerkmalen.
Gleichzeitig geben steigende Anforderungen an das Tierwohl eine klare Richtung vor. Die Hornloszucht bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Tierwohl, genetischer Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, entwickelt sich jedoch zunehmend zu einem zentralen Zuchtziel. Die Entwicklung hin zu einer breiten Etablierung wird noch Zeit benötigen, doch die Akzeptanz in der Praxis ist bereits hoch und nimmt weiter zu und die bisherigen Entwicklungen zeigen eine klare Richtung. Nicht zuletzt stellt die Arbeitserleichterung für die Betriebe eine Win-win-Situation dar, welche gleichzeitig im Einklang mit rechtlichen Anforderungen steht.
Die Perspektiven für die Hornloszucht sind daher insgesamt positiv. Mit wachsenden Populationen hornloser Tiere und weiterem genetischen Fortschritt wird die Hornlosigkeit zunehmend zu einem etablierten Standardmerkmal in der Rinderzucht. Die Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass sich Tierwohl, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit gut miteinander vereinbaren lassen.
Weitere Informationen
Projekt: Monitoring von genetischen und phänotypischen Trends (MGPT)
Literatur
Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Davis E.B., Brakora K.A. & Lee A.H: (2011). Evolution of ruminant headgear: a review. Proceedings of the Royal Society B: Biological Scienes 278, 2857-65.
Gehrke L. J., Capitan A., Scheper C., König S., Upadhyay M., Heidrich K., Russ I., Seichter D., Tetens J., Medugorac I., & Thaller G. (2020). Are scurs in heterozygous polled (Pp) cattle a complex quantitative trait? Genetics Selection Evolution, 52, 6. https://doi.org/10.1186/s12711-020-0525-z.
Medugorac I., Seichter D., Graf A., Russ I., Blum H., Göpel K.H., Rozhammer S., Förster M., & Krebs S. (2012). Bovine polledness – An autosomal dominant trait with allelic heterogeneity. PLoS ONE, 7(6), e39477. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0039477.
OMIA. (2019). OMIA 000483-9913: Polled/Horns in Bos taurus (taurine cattle). Online Mendelian Inheritance in Animals. Verfügbar unter: https://omia.org/OMIA000483/9913/.
Simon R., Drögemüller C., & Lühken G. (2022). The complex and divers genetic architecture of the absence of horns (polledness) in domestic ruminants, including goats and sheep. Genes, 13(5), 832. doi.org/10.3390/genes13050832
Zhu B., Zhang M. & Zhao J (2016). Microstructure and mechanical properties of sheep horn. Microscopy Research and Technique 79, 664-74.