Wie sehen Rind und Pferd ihre Umgebung – und warum reagieren sie manchmal „plötzlich“ auf Dinge, die für uns ganz unspektakulär wirken? Ein Tieraugensimulator macht die Sinneswahrnehmung beider Tierarten anschaulich und zeigt, wie sich Blickfeld, Tiefen- und Bewegungswahrnehmung sowie Licht-Schatten-Kontraste auf Orientierung und Verhalten auswirken.
Mithilfe der Tieraugensimulatoren lassen sich typische Auslöser für Zögern, Ausweichverhalten oder Schreckreaktionen besser nachvollziehen – etwa harte Hell-Dunkel-Wechsel, Blendungen, spiegelnde Flächen oder unerwartete Bewegungen im Umfeld. Daraus ergeben sich konkrete, praxisnahe Ansatzpunkte für eine stressärmere Mensch-Tier-Interaktion, eine tiergerechte Gestaltung von Stall-, Hof- und Treibwegen sowie mehr Sicherheit im täglichen Umgang. Ziel ist es, Verhalten besser zu verstehen und durch kleine Anpassungen Tierwohl und Handlingqualität nachhaltig zu verbessern.
Sinneswahrnehmung beim Rind
Der Tieraugensimulator Rind macht die Wahrnehmung von Rindern sichtbar und hilft, Alltagssituationen aus der Perspektive des Tieres nachzuvollziehen.
Mit dem Simulator lassen sich typische Auslöser für Unsicherheit, Stocken oder Ausweichverhalten erkennen – etwa Blendungen, harte Kontraste, spiegelnde Flächen oder unruhige Bewegungen am Treibweg. Daraus ergeben sich konkrete Ansatzpunkte für einen stressärmeren Umgang, eine bessere Gestaltung von Stall- und Treibwegen und mehr Arbeitssicherheit. Ziel ist es, Tierverhalten besser zu verstehen und durch kleine, praxisnahe Anpassungen Tierwohl und Handlingqualität nachhaltig zu verbessern.
Ein dreiteiliges Poster-Set des Tierwohl-Kompetenzzentrums Rind zeigt die wichtigsten Aspekte der visuellen Sinneswahrnehmung von Rindern sowie einen Vergleich zur menschlichen Sicht und gibt Praxistipps.
Sinneswahrnehmung beim Pferd
Wie nimmt ein Pferd seine Umgebung wahr – und warum wirken bestimmte Situationen für uns „harmlos“, für das Pferd aber plötzlich bedrohlich? Der Tieraugensimulator Pferd macht die Sichtweise des Pferdes erlebbar und hilft, Verhalten besser zu verstehen.
So werden typische Auslöser für Schreckreaktionen, Zögern oder Ausweichverhalten sichtbar – etwa starke Kontraste, blendende Lichtwechsel, spiegelnde Flächen oder unerwartete Bewegungen im Umfeld. Aus den Erkenntnissen lassen sich praktische Maßnahmen ableiten: ruhige, klare Führung, passende Positionierung von Menschen, sowie eine reizarme Gestaltung von Stall, Hof, Transport- und Trainingsbereichen. Ziel ist ein stressärmerer Umgang, mehr Sicherheit für Mensch und Tier und eine bessere Basis für Training, Routine und Vertrauen.
Ein Poster des Tierwohl-Kompetenzzentrums Rind zeigt die wichtigsten Aspekte der visuelle Sinneswahrnehmung von Pferden.