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Digitalisierung, Automatisierung und Teil-/Vollmobile Schlachtung- neue Impulse und wertvoller Erfahrungsaustausch

Das Netzwerktreffen der Impulsbetriebe Rind im Juni 2025 stand unter dem Themenschwerpunkt Digitalisierung und Teil-/Vollmobile Schlachtung. Der Treffpunkt am ersten Tag war der Impulsbetrieb Agrarprodukte Kitzen bei Leipzig. Nach einer Stärkung u.a. mit Produkten aus dem Betrieb wurde den Teilnehmenden das Konstrukt der Genossenschaft vorgestellt und anschließend gemeinsam zum Betriebsrundgang aufgebrochen. Im Fokus stand dabei vor allem das Batchmilking-System sowie das Behandlungszentrum. Auch das „Kälberdorf“ und der Trockensteherbereich wurden angeschaut und es gab während des gesamten Rundgangs einen regen Austausch unter den Teilnehmenden. Nach einer Kaffeepause gab Isabella Lorenzini von der LfL Bayern einen spannenden Einblick in die Ergebnisse des DigiMilch-Projektes mit dem Schwerpunkt „vernetzte Stalltechnik“. Es konnten einige Anregungen und Ideen daraus mitgenommen werden. Am Abend gab es einem gemeinsamen Essen ein besonderes Highlight: Trotz der oft sehr langen Anreisewege diskutierten die Teilnehmenden noch lange und tauschten sich intensiv über ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Automatisierungslösungen und sensorgestützten Gesundheitsmanagementsystemen aus.

Am nächsten Morgen fuhren die Teilnehmenden nach dem Frühstück zu den Öko-Feldtagen zum Wassergut Canitz. Dort wartete eine Führung zu verschiedenen Ausstellenden mit dem Schwerpunktthema „teil- und vollmobile Schlachtung“ auf die Gruppe. Dazu wurden beispielsweise die mobilen Schlachteinheiten von Uria e.V. und der T-Trailer, ein Schlachtanhänger der Firma ISS besichtigt. Außerdem wurde ein Prototyp einer vollmobilen Schlachteinheit für Rinder der Cantek Group besichtigt, welcher aktuell von der Universität Leipzig begleitet wird, um eine entsprechende Zulassung für Deutschland zu erhalten. Den Abschluss fand das Netzwerktreffen am Stand des Projektes Netzwerk Fokus Tierwohl, wo zwei Impulsbetriebe ihre Erfahrungen mit der kuhgebundenen Kälberaufzucht in der Impulslounge vorstellten. Nach der offiziellen Verabschiedung hatten die Teilnehmenden noch Zeit, sich bei den verschiedenen Ausstellenden zu informieren und sich zu vernetzen. Im Herbst macht sich das Betriebsnetzwerk dann zu einer Exkursion in die Schweiz auf, um hier neue Impulse zu bekommen.

Autorin: Anne Zinkowski, FiBL Deutschland e.V.